Neuer Cleanup-Standort in Siem Riep

Zwischen Angkor Wat und dem Tonlé-Sap-See liegt Siem Riep: Eine Stadt zwischen kulturellem Erbe und ökologischem Schutzgebiet. Genau dort sind wir mit einem neuen Cleanup-Standort aktiv.  

Die Lage: Zwischen kulturellem und ökologischem Erbe

Angkor Wat: UNESCO-Weltkulturerbe, eine der bedeutendsten Kulturstätten der Welt und internationales Reiseziel. In der Nähe liegt der Tonlé-Sap-See: Ein UNESCO-Biosphärenreservat mit bedeutender ökologischer Relevanz für die gesamte Region. Der Tonlé-Sap ist der größte Süßwassersee in Südostasien und sichert die Lebensgrundlager von mehr als 15 Millionen Menschen, unterstützt Fischerei und Landwirtschaft in der Region.

Die Kombination aus Kulturerbe und Biosphärenreservat, kultureller und ökologischer Relevanz, machen den Ort einzigartig. Und unterstreicht die Bedeutung, die Region langfristig zu schützen. Am nördlichen Rand des Tonlé-Sap-Sees liegt die Stadt Siem Riep: Und mit ihr unser neuer Cleanup-Standort in Kambodscha.

Das Problem: Fehlende Müllinfrastruktur

Im Gebiet von Siem Reap, entlang der Ufer des Tonlé-Sap-Sees, befinden sich zahlreiche sogennante floating villages, schwimmende Dörfer direkt auf dem Wasser. Bei diesen Dörfern fehlt ein direkter Zugang zu einer Müllinfrastruktur – wie etwa eine regelmäßige Müllabholung oder ein Recyclingsystem. Daher landen viele Haushaltsabfälle und Plastikreste direkt im See und in Konsequenz auch in den anschließenden Flüssen und Gewässern. Der zunehmende Tourismus in der Region verstärkt das Problem.

Die steigende Plastikverschmutzung und eine  unzureichende Infrastruktur stellen eine wachsende Bedrohung für das fragile Ökosystem des UNESCO-Biosphärenreservats dar. Siem Reap ist nicht nur ein regionales Zentrum des Tourismus, sondern auch über Flüsse und saisonale Überschwemmungen eng mit dem See verbunden.

Unsere Lösung: Aufbau eines Cleanup-Standortes

Durch den Aufbau eines neuen langfristigen Cleanup-Standortes können wir dauerhaft entgegenwirken. Der Aufbau unseres Standortes basiert auf folgenden vier Säulen: Erkennen, Sammeln, Recyceln und Inspirieren.

Am Anfang steht die KI-gestützte Objekterkennung: Dadurch können Abfall-Hotspots identifiziert und ein genauer Cleanup-Standort festgelegt werden. Nach einer Auswertung der Daten erfolgt die Sammlung der Abfälle, im Wasser und entlang des Flussufers. Nach der Sammlung wird der Abfall in unser neu erbautes Zero-Waste Center gebracht und dort mit Hilfe unsere Sortiercontainers sortiert. Danach kann der Müll für die Weiterverarbeitung vorbereitet und an unsere Partner zum Recyceln weitergegeben werden.

Durch diese Prozessschritte und einen dauerhaften Einsatz vor Ort kann Müll gesammelt, sortiert und recycelt werden. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, Politik und unseren Team vor Ort entsteht so ein langfristiger Wandel.

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