Vom 09. bis 13. Juni 2025 treffen sich in Nizza Vertreterinnen und Vertreter aus rund 130 Staaten zur UN-Ozeankonferenz. Im Fokus steht der internationale Meeresschutz und die Umsetzung globaler Ziele für nachhaltige Entwicklung, insbesondere das Sustainable Development Goal 14 (SDG 14: Leben unter Wasser schützen). 

UN-Ozeankonferenz 2025: Fokus auf den Schutz der Ozeane 

Die UN-Ozeankonferenz ist das wichtigste internationale Forum für den Schutz der Weltmeere. Ziel ist es, politische Maßnahmen zur Bewahrung der Ozeane zu koordinieren und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. 

Im Mittelpunkt steht SDG 14, das darauf abzielt: 

  • Meere und Ozeane zu schützen  

  • marine Ökosysteme zu erhalten  

  • nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen sicherzustellen  

Zwei Jahre nach dem UN-Hochseeschutzabkommen geht es in Nizza vor allem um die praktische Umsetzung bestehender Vereinbarungen. 

Herausforderungen für den Meeresschutz: Plastik, Klima und Tiefseebergbau 

Die Ozeane stehen weltweit unter massivem Druck. Zu den größten Herausforderungen gehören die Plastikverschmutzung in den Ozeanen, die Erwärmung und Versauerung der Meere, eine zunehmende Überfischung und der Tiefseebergbau.  

Besonders die Plastikverschmutzung im Meer hat sich zu einem globalen Umweltproblem entwickelt, das alle Ozeane betrifft. 

Ziel der Konferenz ist es, neue finanzielle Zusagen und politische Verpflichtungen für den internationalen Meeresschutz zu erreichen. 

Deutschland und die UN-Ozeankonferenz: Meeresschutz als politische Priorität 

Auch die Bundesregierung nimmt an der UN-Ozeankonferenz in Nizza teil. Bundesumweltminister Carsten Schneider setzt dabei drei Schwerpunkte: 

  • Reduktion von Plastikmüll in den Ozeanen  

  • Ausbau von Meeresschutzgebieten  

  • vorsorgliche Einschränkungen beim Tiefseebergbau  

Deutschland hat bereits 46 % seiner Meeresflächen als Schutzgebiete ausgewiesen. Ziel ist es, die Qualität dieser Gebiete weiter zu verbessern und den Schutz der Biodiversität zu stärken. 

Plastikverschmutzung der Ozeane: Ein globales Umweltproblem 

Die Plastikverschmutzung der Ozeane zählt zu den größten Umweltproblemen weltweit. Plastik gelangt über Flüsse, Küsten und unkontrollierte Abfallentsorgung in die Meere. 

Dort hat es gravierende Auswirkungen: 

  • Tiere verwechseln Plastik mit Nahrung  

  • Mikroplastik gelangt in die Nahrungskette  

  • Meeresökosysteme werden langfristig geschädigt  

Plastik zersetzt sich nur sehr langsam. Eine Plastikflasche benötigt bis zu 450 Jahre, um sich im Meer vollständig abzubauen – dabei entsteht Mikroplastik, das sich in allen Teilen der Umwelt wiederfindet. 

Mikroplastik: Unsichtbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit 

Mikroplastik ist mittlerweile in allen Ozeanen, im Trinkwasser und sogar in der Luft nachweisbar. Über die Nahrungskette gelangt es auch in den menschlichen Körper. 

Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht vollständig erforscht, jedoch besteht zunehmende Sorge über mögliche langfristige Folgen für Organe, den Hormonhaushalt und Zellstrukturen.  

Internationales Plastikabkommen: Fortschritte und Kritik 

Auf der UN-Ozeankonferenz in Nizza werden auch die Vorbereitungen für ein internationales Plastikabkommen diskutiert, das in eine neue Verhandlungsrunde geht. 

Umweltorganisationen wie Greenpeace kritisieren jedoch, dass bisher: 

  • keine ausreichende Verantwortung für Unternehmen vorgesehen ist  

  • die Plastikproduktion nicht konsequent reduziert wird  

Damit bleibt die zentrale Frage offen, wie die globale Plastikproduktion wirksam begrenzt werden kann. 

Fazit: UN-Ozeankonferenz als Schlüssel für globalen Meeresschutz 

Die UN-Ozeankonferenz in Nizza 2025 ist ein wichtiger Meilenstein im internationalen Meeresschutz. Sie zeigt deutlich, dass die Bekämpfung der Plastikverschmutzung der Ozeane nur durch globale Zusammenarbeit gelingen kann. 

Die Umsetzung von SDG 14 bleibt dabei entscheidend, um die Ozeane als Lebensraum langfristig zu schützen und die Auswirkungen von Plastik und Klimawandel einzudämmen.