Die zunehmende Plastikverschmutzung in den Ozeanen ist längst kein lokales Problem mehr. Plastik im Meer betrifft uns alle, da die Ursachen global sind und sich die Auswirkungen über alle Meere und Küstenregionen der Welt erstrecken.
Wie gelangt Plastik in die Ozeane?
Laut WWF gelangen jedes Jahr bis zu 19 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Der Großteil dieses sogenannten Ozean Plastiks entsteht jedoch nicht direkt an Küsten, sondern an Land.
Etwa 80 % des Plastiks im Meer werden über Flüsse in die Ozeane transportiert. Diese Flüsse wirken als Transportwege für Plastikmüll aus Städten, Industrie und Haushalten.
Auch in Deutschland zeigt sich das Ausmaß des Problems: Eine Studie aus dem Jahr 2018 hat Flüsse in Deutschland untersucht und festgestellt, dass rund zwei Drittel des gesammelten Mülls aus Kunststoff bestehen. Dieses sogenannte potenzielle Plastik im Meer kann über Flusssysteme in die Ozeane gelangen.
Plastikansammlungen in den Ozeanen: Mikroplastik als Endstadium
Sobald Plastik in die Ozeane gelangt, ist es nur schwer wieder aus der Umwelt zu entfernen. Durch UV-Strahlung, Wellenbewegung und Salz zerfällt es über Zeit zu Mikroplastik, bleibt jedoch über Jahrhunderte in der Umwelt bestehen. Eine Plastiktüte benötigt beispielsweise rund 450 Jahre, um sich im Meer vollständig zu zersetzen.
Ein bekanntes Beispiel für die globale Plastikverschmutzung im Meer ist der „Great Pacific Garbage Patch“ zwischen Hawaii und Kalifornien. Diese riesige Ansammlung von Plastikmüll umfasst schätzungsweise rund 1,6 Millionen Quadratkilometer – eine Fläche, die größer ist als viele europäische Länder zusammen.
Der Großteil dieser Ansammlung besteht aus Mikroplastik, das durch Meeresströmungen immer weiter konzentriert wird.
Folgen von Plastik im Meer für Umwelt und Mensch
Die Auswirkungen von Plastik im Meer sind gravierend:
Jährlich sterben über 1 Million Seevögel durch Plastikverschmutzung
Rund 135.000 Meeressäugetiere verenden durch Plastik im Ozean
Tiere verwechseln Plastik mit Nahrung und verhungern trotz gefülltem Magen
Meerestiere erleiden innere Verletzungen durch Plastikpartikel
Zusätzlich werden beim Zerfall von Plastik Schadstoffe freigesetzt, die von Meereslebewesen aufgenommen werden können. Diese beeinflussen langfristige Hormonsysteme, Fortpflanzung und genetische Strukturen.
Auch der Mensch ist betroffen: in den menschlichen Organen konnten bereits Mikroplastikpartikel nachgewiesen werden.
Unsere Lösung: Plastik aus Flüssen entfernen, bevor es ins Meer gelangt
Da der Großteil des Ozean Plastiks über Flüsse in die Meere gelangt, setzen wir genau dort an: an der Quelle.
Mit gezielten Fluss-Cleanups wird Plastik gesammelt, bevor es überhaupt die Ozeane erreicht. So wird verhindert, dass sich die Müllmengen im Meer weiter aufbauen und langfristig zu Mikroplastik zerfallen.
Seit unserer Gründung konnten bereits über 3 Millionen Kilogramm Plastik aus Flüssen entfernt werden – ein direkter Beitrag zur Reduzierung von Plastik im Meer und zum Schutz mariner Ökosysteme.
Fazit: Plastik im Meer betrifft uns alle
Plastik im Meer ist ein globales Problem mit lokalen Ursachen. Nur wenn Plastik bereits an Land und in Flüssen gestoppt wird, kann die weitere Verschmutzung der Ozeane effektiv reduziert werden.
Jede Maßnahme gegen Plastik in Flüssen ist damit auch ein Schritt gegen Plastikverschmutzung im Meer und für den Schutz zukünftiger Generationen.