Mit Beginn des Jahres 2025 greifen innerhalb der EU verschärfte Vorschriften für ESG-Reportings: wie Plastic Credits hier integriert werden können.  

ESG-Reporting: Wie wird Nachhaltigkeit messbar?  

Unter ESG (Environmental, Social and Governance) versteht man die Berichterstattung von Unternehmen zu ihren Auswirkungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Ziel ist es, nicht nur die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens zu bewerten, sondern auch dessen ökologische und gesellschaftliche Verantwortung transparent und nachvollziehbar darzustellen. 

Der Bereich Environmental (E) umfasst die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt. Dazu zählen unter anderem die Reduzierung von Emissionen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sowie Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Abfällen. 

Social (S) betrachtet die soziale Verantwortung eines Unternehmens. Dazu gehören beispielsweise sichere Arbeitsbedingungen, faire Vergütung, Chancengleichheit sowie die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Wertschöpfungskette. 

Der Bereich Governance (G) bezieht sich auf die Unternehmensführung. Im Fokus stehen transparente Entscheidungsprozesse, ethisches Handeln, Compliance-Richtlinien sowie eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmenssteuerung. 

CRSD: Berichtspflicht für europäische Unternehmen 

Anfang 2023 trat eine neue Richtlinie der Europäische Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, die CRSD (Corporate Sustainability Reporting Directive), in Kraft. Ziel war es, die Rechenschaftspflicht im ESG-Bereich zu erhöhen und erstmals verbindliche Berichtsstandards einzuführen. Zwar waren vorher Unternehmen von öffentlichem Interesse dazu verpflichtet, über ihre ökologischen Auswirkungen zu berichten – durch die CSRD wurden diese Berichtspflichten vereinheitlicht und ausgeweitet. Die Vorschriften gelten erstmals für das Geschäftsjahr 2024.  

Erst zu Beginn 2025 schränkt die EU den Anwendungsbereich der CSRD ein: die erweiterte Berichterstattung soll nur noch für große Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten gelten. Die EU begründet ihre Entscheidung damit, dass keine unverhältnismäßige Belastung für kleinere Unternehmen entstehen soll, sondern vermehrt große Unternehmen mit wahrscheinlich größeren Auswirkungen in die Verantwortung genommen werden. 

Plastic Credits als messbarer ESG-Beitrag 

Mit den Plastic Credits von everwave können Unternehmen einen direkten und nachvollziehbaren Beitrag zum Umweltschutz leisten: Für jeden erworbenen Credit wird ein Kilogramm Plastikmüll aus der Umwelt gesammelt und verarbeitet. Jeder Credit ist projektgebunden, individuell nachverfolgbar und schafft einen transparenten, messbaren Impact. 

Die Finanzierung durch Plastic Credits ermöglicht langfristige Cleanup-Projekte, den Aufbau lokaler Abfallinfrastrukturen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen in besonders betroffenen Regionen. Gleichzeitig unterstützen sie die Entfernung von Plastik, das sich bereits in der Umwelt befindet und andernfalls über Flüsse in die Ozeane gelangen würde. 

Im ESG-Reporting lassen sich Plastic Credits insbesondere den Bereichen Umwelt (Abfallmanagement, Ressourcenschutz und Reduzierung von Umweltverschmutzung) sowie Soziales (Arbeitsplätze und verbesserte Lebensbedingungen vor Ort) zuordnen. Durch die individuelle Identifikationsnummer jedes Credits und die transparente Dokumentation entlang der gesamten Prozesskette entsteht eine hohe Nachvollziehbarkeit. 

So helfen Plastic Credits Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsziele glaubwürdig zu dokumentieren, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und ihren Beitrag anhand konkreter Kennzahlen wie gesammelter Müllmengen oder geschaffener Arbeitsplätze messbar zu machen.