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The Ocean Cleanup folgt unserem Ansatz

Es macht uns stolz, dass jetzt sogar The Ocean Cleanup auf die Technologie zurückgreift, die wir zusammen mit Berky über die letzten Jahre getestet und weiterentwickelt haben. Warum wir dabei keine Sekunde an Wettbewerb denken:

Spätestens 2021 bestätigten Studienergebnisse unsere Ausrichtung. 1000 Flüsse sind verantwortlich für 80% des Abfalls der über Flüsse ins Meer kommt. Es ist gut, dass nun auch The Ocean Cleanup gegen diese Zahlen kämpfen wird. Umso mehr freut es uns, dass dabei Technik zum Einsatz kommt, an dessen Entwicklung everwave über die letzten Jahre maßgeblich mitgewirkt hat.

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit. Bereits Ende 2018, damals noch unter dem Namen „Pacific Garbage Screening“, haben wir unseren Kurs von einer Plattform im Great Pacific Garbage Patch hin zu Lösungen an Flüssen und Flussmündungen angepasst. Nicht, weil wir einer glücklichen Intuition gefolgt sind, sondern als Reaktion auf produktive Gespräche mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Schon damals ist uns klar geworden, dass wir das Problem des Plastikmülls nur dann langfristig bekämpfen, wenn wir unsere Lösungen auf die Haupteintragsorte richten – die Flüsse. „Wir müssen auf das Problem schauen. Plattformen in Müllstrudeln – die teils die Größe von Staaten besitzen – ohne nachkommenden Müll zu verhindern? Das wäre eine Sisyphusarbeit geworden.“ – so everwave CEO Clemens Feigl. HIER erfahrt ihr mehr zu unserer Strategie und über die Vorteile, die sie mit sich bringt.

In Folge unserer Neuausrichtung haben wir unser stationäres Plattformsystem HiveX weiterentwickelt und adaptierten es auf die neuen Herausforderungen, vor die Flüsse uns stellen. Zudem haben wir zusammen mit unserem Partner Berky Müllsammelboote konzeptioniert, die unter dem Namen CollectiX weltweit für Furore gesorgt haben. In den vergangenen zwei Jahren haben wir mehrere erfolgreiche Einsätze, zum Beispiel in der Slowakei, Serbien und Bosnien-Herzegowina durchgeführt. The Ocean Cleanup schlägt nun einen ähnlichen Weg ein und greift dabei auf Teile dieser Technologien zurück.

„Das macht uns schon sehr stolz. The Ocean Cleanup hat sich weltweit einen Namen gemacht und eine Art Vorreiterrolle innegehabt. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Clemens Feigl und stellt dabei noch einmal klar, dass Konkurrenzdenken fehl am Platz wäre: „Wir alle möchten für positive Veränderung sorgen, das Leben auf der Erde verbessern. Es wäre falsch zu denken, dass wir das allein schaffen.“

„Wir werden mit unserem ganzheitlichen Ansatz nicht nur aufräumen, bis irgendjemand irgendwann das Problem des Plastik-Nachschubs löst. Wir sind bereits Teil der Lösung.“

(Clemens Feigl, CEO)

Tatsächlich begegnen wir häufiger Verwechslungen oder Vergleichen mit The Ocean Cleanup, was uns einerseits ehrt, andererseits aber wohl auch an der „Branchennähe“ liegt. Ein genauerer Blick auf unsere Herangehensweise zeigt schnell: Unser ganzheitlicher Ansatz macht den Unterschied.

Die Herausforderungen erstrecken sich weit über den Müll selbst hinaus. Mangelnde Abfallwirtschaft, Umweltbildung, sinnvolle Wege der Verwertung, nationale sowie internationale Zusammenarbeit mit Organisationen, Politik und Wirtschaft – aktuell sogar noch eine Pandemie. everwave ist für eben diese Felder bereits vorbereitet. Durch technologische Innovation, aber eben auch durch das Fördern von Umweltbildung, konstruktive Partnerschaften und Zusammenarbeit mit Locals sowie unserem Konzept der Plastic Credits.

Nur, um eine Verwechslung zu vermeiden. Unser Müllsammelboot CollectiX ist nicht Teil der aktuell kommunizierten Ocean Cleanup Lösung. Es handelt sich dabei um den gleichen Bootstyp, in etwas anderem Kleid. CollectiX ist bereits seit rund zwei Jahren im Einsatz und dabei stets weiterentwickelt worden. Dadurch kann sich das Boot nicht nur generellen Begebenheiten von großen Flüssen anpassen. Es ist dank seiner Struktur auch bereits in der Lage, durch kleinere Kanäle und Flussarme zu fahren. Übrigens – genauso wie HiveX – umweltfreundlich.

Am Puls der Zeit – sinnvolle Nutzung von KI

Durch Drohnen und moderne Kamera-Technologien sammeln wir zudem Daten zum vorhandenen Müll und verschaffen uns bei jeder Cleanup Mission ein Lagebild zum gezielten Einsatz der Boote. So können wir noch effizienter Müll Hot Spots ausfindig machen und sie beseitigen. Generell betrachten wir Plastikmüll nicht als den ultimativen Schädling, sondern als (alle) wertvolle Ressource. Das Ziel ist es, diese Ressource so sinnvoll wie möglich zurück in den Kreislauf zu bringen, damit Schäden in der Umwelt verhindert werden können. Deshalb liegt uns bei unserer Arbeit ebenso am Herzen, die bestmöglichen Wege der Verwertung zu gehen.

FAZIT

Wir verfolgen alle ein großes Ziel: Unsere Meere und Flüsse von Müll zu befreien. Dass The Ocean Cleanup dabei mittlerweile einen ähnlichen Weg einschlägt, wie wir es tun, und auf bereits bewährte Technologie zurückgreift, freut uns. Denn wir arbeiten nach dem Prinzip „Be part of the wave“ – gemeinsam, statt gegeneinander. Umso mehr blicken wir mit Optimismus und Tatendrang auf die Einsätze, die für dieses Jahr geplant sind – ab jetzt auch über europäische Grenzen hinaus. Wir sind bereit!