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CollectiX auf Cleanup Mission in Serbien

Unser Müllsammelboot startete Ende April zu seiner zweiten Cleanup Mission 2021. Möglich machte den Einsatz an der Donau eine Kooperation mit BABOR und der Audi Stiftung für Umwelt.

CollectiX Einsatz Serbien

Neue Herausforderung erfolgreich gemeistert

Die Bilder des riesigen Müllteppichs in Bosnien und Herzegowina nach wie vor im Gedächtnis, stellte uns die Cleanup Mission in Serbien vor eine völlig neue Herausforderung. Anders als in Visegrad konzentrierte sich der gestaute Müll dieses Mal nicht auf eine breite Fläche. Vielmehr verteilte er sich an diversen Regionen des Flussufers der Donau.

Hütten, Restaurants oder ähnliche menschengemachte Barrieren sorgten dafür, dass sich Plastikmüll der verschiedensten Art in kleineren Ecken und Ufern ansammelte und vermeintlich schwieriger „zu erreichen“ war. Zu unserer Freude konnte unser Müllsammelboot CollectiX diese Aufgabe aber effektiv bewältigen.

Innerhalb von zehn Tagen holte „Clean Future“ – so wurde das Boot von der Community unserer Partner getauft – 3,2 Tonnen Plastik aus dem Wasser. Das entspricht etwa 110.340 PET-Flaschen (1,5L). Ein Ergebnis, auf das wir stolz sind. Neue Ausgangssituationen sind wichtig für uns, denn mit jeder weiteren Mission lernen wir dazu und können unsere Prozesse weiterentwickeln.

CollectiX Einsatz auf der Donau

Vision mit starken Partnern teilen

Geplant und durchgeführt wurde der CollectiX Einsatz dieses Mal gemeinsam mit dem Kosmetikunternehmen BABOR sowie der Audi Stiftung für Umwelt. Zusammen haben wir uns dazu entschlossen, auf die weltweite Verschmutzung der Gewässer durch Plastikmüll aufmerksam zu machen. Unser gemeinsamer Einsatz in Serbien ist dabei der Startschuss einer langfristigen Zusammenarbeit.

Es folgen weitere gemeinsame Aktionen über das gesamte Jahr verteilt. Dazu zählen Informationskampagnen, Events an den Firmen-Standorten und -Stores sowie Cleanups. Parallel zum CollectiX-Einsatz auf der Donau hatte uns die Audi Environmental Foundation zu einer Plogging Challenge, also beim Laufen Müll einzusammeln, aufgerufen. Ein Ruf, dem das everwave-Team gerne nachkam.

Solche Kooperationen sind ungemein wichtig für das Erreichen unserer Ziele, weshalb wir auch niemals müde werden uns dafür zu bedanken. Dies gilt u.a. auch für Kuehne+Nagel, durch die die Transporte unseres CollectiX-Bootes CO²-neutral ablaufen. Wir spüren, dass hier etwas zusammenwächst und wir uns gemeinsam für die Umwelt einsetzen wollen.

CollectiX Cleanup Mission in Serbien

Natürlich erfüllt es uns immer wieder mit Freude, wenn Müllberge nach unserer Mission verschwinden. Um Worten aber nicht nur Taten folgen zu lassen, sondern für langfristigen Impact zu sorgen, sind Netzwerke und interessierte, einflussreiche Entscheider auf lokaler Ebene Gold wert.

Deshalb versuchen wir während unserer Missionen vor Ort auch immer mediale Aufmerksamkeit für die Einsätze, aber auch die Thematik allgemein zu generieren. Ein Highlight für uns in Serbien war deshalb auch der Besuch im Finanzministerium. An echter Veränderung muss vor allem lokal eine Menge geschehen, was letztendlich nur in Zusammenarbeit mit Medien und Politik umgesetzt werden kann.

Was uns am Herzen liegt

Aus unserer Community erreichte uns während der Einsätze in Bosnien und Serbien zuletzt viel Feedback, was uns sehr freut. Es zeigt uns, dass ihr mit an Bord seid. Eine Frage, die dabei häufiger gestellt wurde, ist, warum wir in andere Länder fahren und dort unsere Cleanup-Einsätze starten, anstatt hier bei uns in Deutschland. Oder warum die besagten Regionen das nicht selbst erledigen.

Wir sehen das so: Plastikmüll ist kein nationales Problem, sondern überregional. Flüsse kennen keine Grenzen. Serbien ist ein aktuelles, gutes Beispiel dafür. Die Donau fließt durch insgesamt 10 Länder. Produktreste, die wir finden, wurden in allen möglichen Ländern hergestellt von Unternehmen aus allen möglichen Regionen. Internationale Marken, globale Lieferketten und Transportwege.

Hinzu kommen Faktoren wie Verkehrsinfrastrukturen, unterschiedlich funktionierende Abfallwirtschaften – wenn sie denn überhaupt existieren. Wir haben die technische Lösung, wir arbeiten an der Förderung von Umweltbildung, also sehen wir uns auch in der Pflicht Einsätze dort zu starten, wo sie notwendig sind. Und das machen wir zusammen mit den Menschen vor Ort, denn ohne lokale Unterstützung durch Organisationen, Medien, Politik oder Unternehmen wären unsere Einsätze nicht realisierbar.

Ausblick

Nach zehn Tagen war allerdings nicht Schluss für uns. Dank einer Finanzierung durch die Landmarken AG wurde die Cleanup Mission in Serbien verlängert, was uns von Belgrad an den Zvorniksee geführt hat. Auch dort dokumentieren wir über unsere Social Media Kanäle alle Eindrücke und Erkenntnisse.

Für uns bedeutet diese Anschlussfinanzierung, dass wir zum ersten Mal einen Einsatz verstetigen und CollectiX somit längerfristig Müll in einer Region einsammeln kann. Wir freuen uns darüber sehr, weil es unserer Weiterentwicklung natürlich sehr nützt und wir dadurch einen weiteren kleinen Meilenstein erreicht haben.