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Cleanup Mission in Kambodscha: Ein besonderer Meilenstein

Unser CollectiX beginnt in Phom Penh mit dem Aufräumen. Zum ersten Mal sind unsere Bildungs- und Cleanup-Teams gemeinsam im Einsatz. Wie es nun weitergeht:

Das haben wir auch noch nicht erlebt: Zum Auftakt-Event unserer ersten Cleanup Mission in Südostasien haben unsere Partner vor Ort einen Teppich ausgerollt – wohlgemerkt in unserem Marineblau anstatt Rot. Ein Bankett, eine Tanzshow und ein Besuch des Bürgermeisters – schnell wurde uns klar, dass dieser Einsatz einen besonderer werden wird. Nicht nur äußerlich, denn in Phnom Penh werden wir unseren ganzheitlichen Ansatz intensivieren.

Auf der „Mission Cambodia“ fließen unsere zwei Säulen – technologische Innovation und ökologische Inspiration – in einem Einsatz zusammen. Hier geben wir euch eine kurze Übersicht darüber, was wir in den kommenden Monaten in Kambodscha vorhaben:

  • Unser Müllsammelboot CollectiX wird auf den Flüssen Mekong, Tonlé Sap und Bassac River in Phnom Penh, sowie an weiteren stark verschmutzten Seen und Flüssen in der Umgebung im Einsatz sein und so viel Müll wie möglich sammeln.
  • Das gesammelte Plastik werden wir anschließend mit unserem lokalen Partner Chip Mong Ecocycle recyceln. Nebenher bauen wir vor Ort eine weitere Sortieranlage als Langzeitlösung auf.
  • Weiter geht’s an Land: 200 Meter rund um den Fluss werden wir Cleanups durchführen und Plastikmüll sammeln, um zu verhindern, dass es nach und nach in den Fluss gelangt.
  • Um die Prävention noch nachhaltiger zu gestalten und Awareness für die Problematik zu schaffen, ist auch dieses Mal auch unser Umweltbildungsteam in Schulen Phnom Penhs unterwegs.
  • Unsere Mission hat neben dem unmittelbaren Impact also drei Ziele: Für den achtsamen Umgang mit Plastik sensibilisieren, die Infrastruktur im Waste-Management verbessern sowie in Workshops mit Vollzugsbehörden die rechtliche Situation beim Thema Umweltverschmutzung evaluieren.

Wie geht es jetzt weiter?

Mit Phnom Penh steht die bisher größte unserer Missionen bevor. Mindestens drei Monate wird unser Boot nun in Phnom Penh aufräumen. Wir rechnen aber fest damit, dass wir noch viel länger dort sein werden. Egal ob Fluss auf- oder abwärts – auch jenseits der Stadtgrenzen gibt es tonnenweise Müll aufzuräumen. Außerdem nimmt auch unser Umweltbildungsteam jetzt seine Arbeit auf und ist zum ersten Mal fester Bestandteil einer Mission.

„Damit unser Einsatz nachhaltig verändert“

Denn unser langfristiges Ziel ist es nicht, einfach nur aufzuräumen. Drei Monate sind ein guter Anfang, doch wahrer Wandel beginnt in den Köpfen – und der geschieht über Jahre. Deshalb gehen wir in Schulen; machen mit unseren Clean-Up-Aktionen auf die Brisanz des Themas Plastik aufmerksam. Das ist auch eine pädagogische Herausforderung. Bildungsansätze aus Deutschland lassen sich nicht einfach auf kambodschanische Schüler:innen übertragen. Ein paar Einblicke in diese spannende Arbeit wird unsere Mitarbeiterin Debora Semme in den kommenden Wochen geben.

Allein könnten wir all das übrigens nicht stemmen. Es sind die „Locals“, von denen wir lernen, wo es am meisten brennt; wo sie Unterstützung brauchen – und wie wir unsere Technologie am effektivsten einsetzen können. Monate vor unserem Launch haben wir deshalb begonnen, mit der in Phnom Penh ansässigen NGO „River Ocean Clean Up“ – kurz ROC – zusammenzuarbeiten.

River Ocean Cleanup haben nicht nur jahrelange Erfahrung mit Clean-Up-Aktionen, sondern sind im Umwelt- und Bildungssektor gut vernetzt. Für unsere Arbeit ist das Gold wert – ebenso für „ROC“. Denn: Wir sparen uns mühsame Kontaktarbeit, die oft Monate in Anspruch nimmt, und River Ocean Cleanup kommt dank unserer Erfahrung, Bildungsmaterialien und unserer Technologie seinem Ziel eines sauberen Phnom Penh Jahre früher näher.

Im wahrsten Wortsinn auch wieder mit an Bord ist übrigens unser Partner Landmarken AG. Denn das in Kambodscha angekommene Boot – manche werden es schon aus vergangenen Missionen kennen – trägt den Namen „Moringa by Landmarken“. Wir sind stolz, einen so zuverlässigen und starken Partner aus Aachen an unserer Seite zu haben, ohne den diese und viele vergangene Missionen nicht möglich gewesen wären.

Hier und auf unseren Social-Media-Kanälen werden wir berichten, wie es in den kommenden Tagen und Wochen weitergeht. Wer vorab einen Eindruck kriegen möchte, wie sich unsere Arbeit in einem fernen Land wie Kambodscha anfühlt, kann einen Blick auf unser Interview mit unserem Entwicklungsingenieur Jan Klosterhalfen werfen. Jan bereit den Kambodscha-Einsatz vor Ort schon seit vielen Wochen vor.